Arabica und Robusta die Kaffeesorten

enn wir uns mit dem Thema Kaffee einmal näher betrachten, so kommen einem schnell die Begriffe „Arabica“ und „Robusta“ zu Herzen. Viele denken gleich, dass 100% Arabica die höchste Qualität verspricht. Wobei die Robusta im selben Weg schlechter beurteilt wird, da sie im Vergleich zur Arabica Bohne günstiger ist. Doch was ist dran? Stimmt dieses Vorurteil? Und worin unterscheiden sich die beiden Sorten?

 

Äußerlich ein Unterschied

Wenn man beide Bohnen vergleicht, erkennt man sofort einen Unterschied. Während bei der Arabica Bohne die Form sehr Oval und einen schmalen, ungeradem Schnitt besitzt, hat die Robusta eine sehr runde Form und besitzt einen geraden Schnitt. Doch hier spielt die Größe keine Rolle. Auch in der Herkunft sind beide Sorten sehr unterschiedlich. Im 7. Jahrhundert wurde die Arabica in Äthiopien entdeckt und die Robusta erst lange später im Kongo.  Somit sind auch beide Sorten in Betracht auf ihren Anbau ganz unterschiedlich. Die Arabica finden wir auf einer Anbauhöhe von 550 - 2400 m bei einer optimalen Temperatur von 15-24° C. Diese macht mittlerweile ca. 70% des angebauten Kaffees aus. Wie der Name auch schon andeutet, ist die Robusta mehr resistenter, was den Temperaturunterschied angeht. Sie kann bis zu einer Temperatur von 36° C und bereits ab 250 m Höhe gedeihen. 

 

 

Die Frage nach dem Geschmack

Durch die unterschiedliche Anbauflächen lässt sich schon vermuten, dass es hier einen Unterschied im Geschmack geben muss. Denn schließlich sind die Anbaubedingungen und Anbauort auch für unseren Kaffee entscheidend, wenn es um den optimalen Geschmack geht. Bei dem Robusta-Geschmack wirkt oft ein holziger und leicht bitterer Abgang nach dem trinken. Dies ist aber bei Süditaliener ein wesentlicher Faktor der an Beliebtheit gewinnt. Da der harte Ton mit etwas Zucker zu einem Karamellton vereint. Zudem hat die Robusta einen geringeren Ölanteil, was sich positiv auf die Haltbarkeit der Crema im Kaffee auswirkt. Koffeinjunkies wird es auch interessieren, dass Robusta gegenüber der Arabica die doppelte Menge an Koffein enthält. Die Arabica erkennen wir an einem sehr starken Duft und seiner hellhaselnussbraunen Crema im Kaffee. Zudem schmeckt ein reiner Arabica-Kaffee sehr fruchtig und ist weniger bitter. Ein weiterer Vorteil gegenüber der Robusta ist der geringere Chlorogensäure Anteil, was sich positiv auf die  Magenverträglichkeit auswirkt.

 

 

Was trifft nun ein? 

Ist nun die Robusta die schlechtere Sorte? Das können wir so nicht sagen, denn guter Kaffee hängt von soviel mehr ab als einem der Preis und Name sagt. Da nicht jeder Arabica ein Vorzeigebild ist für echten Gourmetkaffee. Und nicht jede Robusta schlecht und billig verarbeitet ist. Kommt es wie so oft auf den eigenen Geschmack ab. Ein wahrer Espresso-Liebhaber der einen starken Kaffee bevorzugt, kann mit einem reinen Arabica Kaffee nicht viel anfangen. Es ist auch nur so, dass knapp 5 % des weltweiten Arabica zu den Spezialitätenkaffees gehört. Unsere Meinung ist ganz klar - die Mischung macht's!

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